Pfarre Maria Rast
im Vikariat Unter dem Wienerwald / Dekanat Purkersdorf
gemeinsame Homepage der Pfarren von Mauerbach

Liebe Besucherinnen und Besucher der Homepage der Pfarre Maria Rast!

Mit diesem Beitrag stellt sich „Maria Rast“ als eine der beiden in der politischen Gemeinde gelegenen katholischen Pfarren in Form eines Blicks auf die - vergleichsweise kurze - Geschichte des kirchlichen Lebens in diesem Teil der Marktgemeinde vor.

Das rasche Wachstum der Siedlung am Allerheiligenberg in der Zwischenkriegszeit führt 1937 zum Bau einer Kirche auf der Liegenschaft Steinbachstraße 79-81: Prälat Dr. Gorbach veranlasst, dass aus Mitteln des „Zweigroschenblattes“ eine Gottesdienststätte errichtet wird, die am 19. September 1937 von Bischof Dr. Seidl geweiht wird. Es handelt sich um eine Holzkonstruktion, wie sie für die in dieser Zeit zahlreich errichteten Notkirchen üblich ist. Der Altar und das Marienbild aus jener Zeit stehen noch heute in Verwendung.


Ansichtskartenbild der Holzkirche




  Dechant Karl Mühldorf

Im Jahr 1946 wird Dechant Karl Mühldorf von Kardinal Dr. Innitzer als Expositus nach Maria Rast entsandt. Mit der Person Mühldorfs, dessen priesterliches Wirken in der Gemeinde und auch weit darüber hinaus Beachtung und Wertschätzung erfährt, ist die Entstehung des heutigen Gotteshauses in Maria Rast eng verbunden. Die Absicht, an Stelle der Holzkirche einen größeren Bau zu errichten, reicht zumindest in das Jahr 1953 zurück. Zunächst werden jedoch ein Pfarrsaal und Nebenräume gebaut. 1961 sind die Weichen für den Kirchenbau gestellt und es wird mit den Arbeiten begonnen. Als Titel der Kirche wird wiederum „Maria Königin“ (Gedenktag nunmehr am 22. August) bestimmt.

Der Plan für den Bau stammt vom Architekten Dipl. Ing. Dr. Ladislaus Hruska aus Wien. Mit den Baumeisterarbeiten wird Stadtbaumeister August Enzelberger aus Wien betraut, die Zimmermanns- und Spenglerarbeiten werden von den Mauerbacher Unternehmen Franz Josef Bannauer und Mathias Kubek durchgeführt. Künstlerisch ausgestaltet wird der Bau von Prof. Heinrich Tahedl (Glasrosette, Glasfenster) und Akad. Maler Willi Burger (Türornamente). Der Architekt beschreibt den Kirchenraum in einem Zeitungsartikel vom 18. Mai 1963 wie folgt:

„Wenn man durch einen Vorraum den eigentlichen Kirchenraum betritt, wird man sofort durch die klare und einfache Raumgestaltung beeindruckt. Über dem Altar ist … eine mächtige Glasrosette angebracht …. Die Rosette ist auf die Farben Gold, Violett und Grün abgestimmt, wobei der Goldton vorherrscht und dem Kirchenraum eine sehr ruhige festliche Stimmung gibt. Umgeben von architektonischen Formelementen ist in der Rosette das verklärte Kreuz sichtbar und weist so die Gläubigen vom Opfer am Altar hinaus zum Sieg und zur Verklärung des Opfertodes Christi am Kreuz.“

Im Kirchenturm sind drei Oktavglocken mit einem Durchmesser von 60, 71 und 90 cm angebracht, die in der Glockengießerei Ing. Josef Pfundner (Wien) aus Zinnbronze gefertigt wurden.

Die feierliche Weihe des Gotteshauses nimmt Kardinal Dr. Franz König am 8. September 1963 vor.


Einweihung der Kirche durch Kardinal König


Die Kirche, die in großem Maße Feierlichkeit und Geborgenheit ausstrahlt, ist der gottesdienstlichen Gemeinde und so manchem Gast ans Herz gewachsen.

Die wichtigsten baulichen Veränderungen sind die Umgestaltung des Altarraumes im Sinne der Erfordernisse der Liturgie und die jüngst abgeschlossene Sanierung des Dachbereichs, bei der auch die seinerzeitige Pfarrerwohnung zu den heutigen Erfordernissen entsprechenden Räumlichkeiten umgestaltet wird. Die Ausstattung der Kirche wird 1987/88 um zwei Ölbilder von Elisabeth Färber bereichert.

Der in der Talgasse 2 gelegene Pfarrhof wird in den Jahren 1969 bis 1971 errichtet.

Seit 1956 besteht in Maria Rast eine eigene Matrikenführung. 1991 wird die Expositur (der Pfarre Mauerbach) in eine selbständige Pfarre umgewandelt. Zum heutigen Pfarrgebiet gehören der Teil des Mauerbacher Gemeindegebietes, der sich zwischen der Einmündung der Josef Trackstraße in die Hauptstraße und der Wiener Stadtgrenze erstreckt, sowie die auf Wiener Gemeindegebiet gelegenen Gebiete im Steinbachtal.

Zur Einbindung in die kirchlichen Strukturen: Die Pfarre Maria Rast gehört wie die Pfarre Mauerbach, mit der sie der Entstehung nach und nunmehr auch durch langjährige Personalunion in der Leitung verbunden ist, zum Dekanat Purkersdorf (Dechant ist Dr. P. Johannes Jammernegg COp) und zum Vikariat Unter dem Wienerwald (der für diesen Teil der Erzdiözese Wien zuständige Bischofsvikar ist P. Mag. Amadeus Hörschläger OCist).

Seit Oktober 2012 ist Msgr. Dr. Laurent Lupenzu-Ndombi Pfarrmoderator von Maria Rast. Mit ihm bemühen sich haupt- und ehrenamtliche Kräfte, im Rahmen des Pfarrgemeinderates, aber auch weit über diesen Kreis hinaus, die Aufgaben als christliche Gemeinde in Liturgie, Verkündigung und Caritas möglichst gut zu erfüllen. Wir freuen uns auf neue und vertiefte Begegnungen!



aktualisiert am 16. Juli 2017